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Un­se­re Ver­eins­chro­nik
Na­vi­ga­ti­on

Die  Wir­ren des zwei­ten Welt­krie­ges brach­ten vie­le Fa­mi­li­en aufs Land. Aus der klei­nen Dorf­ge­mein­de Asche­berg, die ca. 1.000 Ein­woh­ner zähl­te, wur­de ei­ne Ge­mein­de mit der statt­li­chen Zahl von fast 4.000 Ein­woh­nern, die auf Höfen, in den  Pri­vathäusern oder in den Fin­nenhäusern auf engs­tem Raum le­ben muss­ten. Nach Kriegs­en­de, noch un­ter der Auf­sicht der eng­li­schen"Be­sat­zer", reg­te sich bald das kul­tu­rel­le Le­ben in un­se­rer Dorf­ge­mein­schaft. Man konn­te  wie­der ins Ki­no oder öffent­lich Tan­zen­ge­hen, und auch der­Wunsch nach sport­li­cher Betäti­gung wur­de wach. So fan­den im Frühjahr 1946 jünge­re und auch älte­re Fuss­ball­in­ter­es­sier­te zu­sam­men, die es mit Un­terstützung der Ge­mein­de­ver­wal­tung fer­tig­brach­ten,in  Asche­berg den Fuß­ball rol­len zu las­sen. Im Ton­berg wur­de trai­niert, und der  ers­te öffent­li­che Auf­tritt ei­ner Fuss­ball­mann­schaft "TSV Asche­berg"fand am 23.Ju­ni 1946 statt. Das war die Ge­burts­stun­de  des Sport­ver­eins in Asche­berg. Un­ter  der Lei­tungälte­rer Bürger ent­wi­ckel­te  sich ein re­ger Spiel­be­trieb, der auch bald um ei­ne Hand­ball­ab­tei­lung  er­wei­tert wur­de. Auf Be­trei­ben der Ge­mein­de­ver­wal­tung er­hielt der Ver­ein im De­zem­ber 1946 die Ge­neh­mi­gung, der durch die eng­li­sche "Con­trol-Com­mi­si­on for Ger­ma­ny", in Asche­berg zur körper­li­chen Ge­sund­heit (keep our bo­dies healthy) Sport zu trei­ben. So konn­te am 27.Ju­ni  1947 der Turn- und Sport­ver­ein Asche­berg of­fi­zi­ell ge­gründet wer­den.  Gründungs­mit­glie­der wa­ren laut Pro­to­koll: Wil­li Sach­au, Hu­go Bruhn, Hel­mut  Fick und Adolf Hel­le aus Asche­berg so­wie Ot­to Reb­ler aus Der­sau so­wie wei­te­re 32 In­ter­es­sen­ten. Die Ver­einsführung wur­de gewählt:

1. Vor­sit­zen­der - Hu­go  Bruhn ab 1947 (der ers­te Vor­sit­zen­der (1946) ist bis heu­te un­be­kannt)
2. Vor­sit­zen­der - Hel­mut Fick
Schriftführer - Wil­li Sach­au
Kas­sen­wart - Ger­trud Gar­ber
Fuss­ball­ob­mann - Klaus Kum­mer­feld
Hand­ball­ob­mann - Karl Heinz Hin­richs
Turn­wart- Ernst Stor
Ei­ne ers­te Sat­zung, die Rech­te und Pflich­ten der Mit­glie­der re­gel­te, wur­de be­schlos­sen. Das Jahr 1948 brach­te ein­schnei­den­de Verände­run­gen in der Ent­wick­lung des  Ver­eins­le­bens. Die ers­te Jah­res­haupt­ver­samm­lung am 6. Fe­bru­ar 1948 wähl­te Rechts­an­walt Hin­richs aus Der­sau an die Spit­ze des Ver­eins. In ei­ner  aus­ser­or­dent­li­chen Mit­glie­der­ver­samm­lung am 28.April1948 im  Bahn­hofs­ho­tel Asche­berg stimm­ten 25 Mit­glie­der für die Na­mensände­rung  "Sport­ver­ein Ger­ma­nia Asche­berg". Ein wei­te­rer An­trag, den Ver­ein in  SV "Teu­to­nia" Asche­berg um­zu­be­nen­nen, fand mit 24 Stim­men­k­ei­ne Mehr­heit. Am 26.Ju­li 1948 wur­de der "Sport­ver­ein Ger­ma­nia Asche­berg" ein­ge­tra­ge­ner Ver­ein im Ver­eins­re­gis­ter des Amts­ge­richts Plön. Da der  Spiel­be­trieb auf dem Ton­berg ein­ge­stellt wer­den muss­te, wur­de in Ei­gen­leis­tung von den Mit­glie­dern ein Sport­platz auf ei­ner­von Con­rad Graf von Brock­dorff-Ah­le­feldt, Hof Asche­berg, an­ge­pach­ten Fläche von cir­ca 9000 qm am Gros­sen Plöner See her­ge­rich­tet. Die Ein­wei­hung des Plat­zes­fand am 8. Au­gust 1948 statt. Der Zu­gang be­fand­sich in Höhe der Schmie­de Jäne­cke  im Vo­gel­sang. Die Ein­gangs­pfei­ler mit den Buch­sta­ben "GB" ste­hen heu­te no­ch­als Zeu­ge der Zeit am Stras­sen­rand Vo­gel­sang. Im­mer­mehr Bürger aus Asche­berg, Der­sau und Kalübbe tra­ten in­zwi­schen dem Ver­ein als Mit­glie­der bei. Wei­te­re Spar­ten wie Tisch­ten­nis und Schach wer­den  ge­gründet, und vor al­len Din­gen war man in der La­ge, Ju­gend­mann-schaf­ten in  den Spiel­be­trieb zu führen. Der Ver­ein mach­te sich kreis- und­lan­des­weit  ei­nen Na­men, wo­bei ins­be­son­de­re die Hand­bal­ler (in­nen) ei­nen gros­sen An­teil  hat­ten, für die­sen Sport in Asche­berg zu wer­ben. Der Ver­ein zähl­te zu der Zeit fast 250 Mit­glie­der und prägte durch­sei­ne  Ak­ti­vitäten das kul­tu­rel­le Le­ben in Asche­berg. Die Fuss­ball- und auch die Hand­ball­spie­le im Ton­berg und später auf dem Sport­platz Vo­gel­sang zo­gen oft­mals bis zu 500 Zu­schau­er an. 1952 konn­te der Ver­ein mit Un­terstützung der Ge­mein­de end­lich mit der  Auf­stel­lung ei­ner Ba­ra­cke auf dem Vo­gel­sang-Sport­platz Um­klei­de- und  Auf­ent­haltsräume schaf­fen. Be­dingt durch den wirt­schaft­li­chen Auf­schwung in der Bun­des­re­pu­blik zo­gen  Mit­te der 50-iger Jah­re vie­le Fa­mi­li­en­we­gen des Ar­beits­platz­an­ge­bo­tes fort von Asche­berg zurück in die Städte und In­dus­trie­zen­tren. Die Ent­wick­lung im  Sport­ge­sche­hen er­lahm­te. Die Mit­glie­der­zahl­des Ver­eins gin­gen zurück, be­son­ders die­Fuß­ball­ab­tei­lung litt un­ter der Ab­wan­de­rung ih­rer Spie­ler. Der Ver­ein in­ten­si­vier­te die Ju­gend­ar­beit und er­griff die In­itia­ti­ve der  Bil­dung ei­nes Orts­ju­gend­rin­ges, den sechs Ver­tre­ter der ört­li­chen Ju­gend­grup­pen an­gehörten. Mit der Fer­tig­stel­lung des Ju­gend­hei­mes am Rat­haus Asche­berg fand 1959 die sehr ak­ti­ve Tisch­ten­nis­ab­tei­lung, die bis da­hin in der ehe­ma­li­gen Ge­mein­de­ver­wal­tungs-Ba­ra­cke Neue Hei­mat trai­nier­te, ei­nen an­ge­mes­se­nen Übungs­raum. Ei­nen neu­en Auf­schwung brach­te der Neu­bau der Schul­turn­hal­le Vo­gel­sang im  Jah­re 1964. Die Er­laub­nis zur­Mit­be­nut­zung der­Turn­hal­le durch den Ver­ein  und die Einführung des Turn­be­trie­bes und des da­mit ver­bun­de­nen  Mit­glie­der­zu­wach­ses zei­ge auf dass­die­ser Sportstätten­bau schon längst er­for­der­lich ge­wor­den war. Der Ver­ein re­agier­te so­fort, in­dem er sich in der Jah­res­haupt­ver­samm­lung am 18.März 1964 ei­ne wei­te­re Na­mensände­rung gab. Nach  dem Wil­len der Mit­glie­der hat­te der Ort nun­mehr sei­nen "Turn- und Sport­ver­ein  Ger­ma­nia Asche­berg" Die Ju­gend­ar­beit konn­te sich in al­len Ab­tei­lun­gen durch  die Hal­len­nut­zung bes­ser ent­wi­ckeln, und auch die Er­wach­se­nen wa­ren dank­bar, ih­rem Sport­un­ter ei­nem Hal­len­dach nach­ge­hen zu können. Die Mit­glie­der­zahl  des­Ver­eins stieg von 112 in 1963 auf 275 in 1964. Der mit viel Mühe vom Ver­ein ge­schaf­fe­ne Sport­platz am Vo­gel­sang genügte  nicht mehr den An­for­de­rung des ständig wach­sen­den Sport­be­trie­bes. Auch der wit­te­rungs­be­dingt oft ka­ta­stro­pha­le Zu­stand des Plat­zes trug mit da­zu bei. En­de 1965 un­ter­brei­te­te­der Ver­eins­vor­stand der Ge­mein­de Asche­berg ein Ge­samt­kon­zept für den­Bau und die Fi­nan­zie­rung ei­nes Sport­plat­zes mit  Sport­heim am Gros­sen Plöner See in Höhe des Orts­aus­gan­ges Asche­bergs in  Rich­tung Ne­umüns­ter mit Zu­stim­mung der Ei­gentümer, Fa­mi­lie Graf Brock­dorff-Ah­le­feldt, Hof Asche­berg. Dank des un­ermüdli­chen Ein­sat­zes des Ver­eins­vor­sit­zen­den Heinz Eh­rens und  des Bürger­meis­ters Emil Pau­dert, der in sei­ner Amts­zeit dies Bau­mass­nah­me mit al­lem Nach­druck förder­te, be­schloss die Ge­mein­de­ver­tre­tung den Neu­bau, so dass im Ju­ni 1967 da­mit be­gon­nen wer­den konn­te. Da­mit war ein frei­wil­li­ger Ar­beits­ein­satz der Mit­glie­der ge­for­dert, denn  die­Fi­nan­zie­rung sah ei­ne gros­se Ei­gen­leis­tung des Ver­ei­nes vor. So ha­ben Frau­en, Männer und Ju­gend­li­che in vie­len Ta­ge­wer­ken ei­ne im  Wert von 100.000,- DM er­bracht, ei­ne enor­me Ei­gen­leis­tung, oh­ne die die  Er­stel­lung­ei­ner sol­chen Sport­an­la­ge nicht möglich ge­we­sen wäre. Nach dreijähri­ger­Bau­zeit wur­de die neue Sportstätte An­fang Sep­tem­ber 1970 mit gros­sem­Fest­pro­gramm und An­teil­nah­me der Bevölke­rung ih­rer Be­stim­mung  über­ge­ben. Da­mit wa­ren dem Ver­ein wei­te­re­Vor­aus­set­zun­gen ge­ge­ben, den  Sport­be­trieb auf noch brei­te­rer Ba­sis zu be­trei­ben. Die Nut­zung der Aschen­bahn und der Sprung­gru­ben kam be­son­ders den Leicht­ath­le­ten und dem Schul­sport zu­gu­te. Auch der dem Haupt­platz vor­ge­la­ger­ter Trai­nings­platz dien­te dem Zweck und ent­las­te­te das See­sta­di­on. Der Ver­ein gründe­te we­gen der star­ken Nach­fra­ge ei­ne Da­men­fuss­ball­mann­schaft  und gehörte zu den Gründungs­ver­ei­nen, die am 12.Ok­to­ber 1972 auf Lan­des­ebe­ne den"Da­men­fuss­ball" im Schles­wig-Hol­stei­ni­sche-Fuss­ball-Ver­band (SH­FV) eta­blier­ten. 1979/80 er­hielt der Trai­nings­platz mit fi­nan­zi­el­ler Hil­fe der Ge­mein­de und  mit ei­ner Ei­gen­leis­tung von 4.000,- DM ei­ne Be­leuch­tungs­an­la­ge. Die An­schaf­fung ei­nes Klein­bus­ses in die­ser Zeit re­gel­te ins­be­son­de­re das Pro­blem"Trans­port der Ju­gend­mann­schaf­ten" zu den Auswärts­spie­len. Im­mer mehr Ju­gend­li­che und Er­wach­se­ne stell­ten sich er­folg­reich den Sport­ab­zei­chen-Prüfun­gen. Dank des vor­bild­li­chen Ein­sat­zes der Übungs­lei­ter konn­te der TSV Ger­ma­nia Asche­berg 1985 mit 107 ab­ge­leg­ten Prüfun­gen Platz 1. in der Ka­te­go­rie der Ver­ei­ne un­ter 700 Mit­glie­dern be­le­gen. Die­Mit­glie­der­zahl stieg En­de der 80-iger Jah­re auf 530, d.h. et­wa je­der 5. Ein­woh­ner Asche­bergs war Mit­glied im Sport­ver­ein. Es wur­den Stim­men laut,  die ei­ne Er­wei­te­rung der Schul­sport­hal­le und ei­nen zwei­ten Sport­platzfür den lau­fend an­wach­sen­den Sport­be­trieb for­der­ten. Ei­ne Über­pla­nung des Zie­gel­ei­geländes kam wie­der ins Gespräch, doch die­ser Plan muss­te auf­grund­der al­ler­orts be­ste­hen­den schlech­ten Fi­nanz­la­ge der öffent­li­chen Hand ver­wor­fen wer­den.Mit ei­ner Ver­grösse­rung des sport­li­chen An­ge­bo­tes gin­ges in die 90-iger Jah­re: Ei­ne Ke­gel-, Yo­ga- und Faust­ball­spar­te so­wie "Sport­und Spiel für  Älte­re", er­wei­ter­te im Ver­ein das Spek­trum so­li­der un­d­sach­li­cher  Brei­ten­ar­beit. 1990 be­tei­lig­te sich der Sport­ver­ein ganz ak­tiv an­den Ver­an­stal­tun­gen zur  800-Jahr­fei­er der Ge­mein­de Asche­berg. 1991­schaff­te  die 1. Her­ren­mann­schaft den Auf­stieg in die Fuss­ball-Kreis­li­ga Plön.1992 konn­te er­neut ein Klein­bus-Trans­por­ter an­ge­schafft wer­den.1993 wur­den al­le Ju­gend­mann­schaf­ten im Fuss­ball Kreis­meis­ter. Bei den Sport­ab­zei­chen-Prüfun­gen er­ran­ge die "Ger­ma­nen" in der Wer­tung der Ver­ei­ne  un­ter 700 Mit­glie­dern wie­der Platz 1. und den Sie­ger­po­kal. Nach ers­ten Kon­tak­ten mit den Nach­bar­ver­ei­nen ASV Der­sau und SC Kalübbe hat heu­te­schon ein sport­lich-fai­res Mit­ein­an­der Platz ge­grif­fen. In der  Ju­gend­ar­beit wur­den be­reits vie­le Din­ge ge­mein­sam an­ge­packt. Der ra­pi­de Rück­gang an Ju­gend­spie­lern (Pil­len­knick) zwang die drei Ver­ei­ne da­zu, Spiel­ge­mein­schaf­ten in den Al­ters­klas­sen des Ju­gend­be­rei­ches auf­zu­stel­len.  Nur so konn­te den jun­gen Spie­lern im Fuss­ball ei­ne ver­eins­be­zo­ge­ne Betäti­gung  im länd­li­chen Be­reich an­ge­bo­ten wer­den. Nach Einschätzung der heu­ti­gen Ge­ge­ben­hei­ten muss mit Blick nach vorn vor al­lem die neue Turn­hal­le die drei Ver­ei­ne noch wei­ter zu­sam­menführen, da­mit im Sin­ne der sport­wil­li­gen Bürge­rin­nen und Bürger un­se­rer Re­gi­on ein  möglichst breit­gefächer­ter We­gin die Zu­kunft, ja, ins nächs­te Jahr­hun­dert  ge­gan­gen wer­den kann. Die Spiel­ge­mein­schaf­ten sind ein ers­ter Schritt da­zu. "Nur ge­mein­sam sind wir stark!" das soll­te die De­vi­se ei­nes Sport­ver­bun­des un­se­rer Ver­ei­ne sein! Wie auch im­mer so ei­ne Zu­sam­men­set­zung ei­nes  der­ar­ti­gen Ver­bun­des aus­se­hen mag:Lasst uns den ge­mein­sa­men Weg be­schrei­ten, un­se­re Nach­kom­men wer­den es uns ein­mal dan­ken, dass wir recht­zei­tig ei­nen An­fang ge­macht ha­ben!

Quel­le: Fest­schrift 50 Jah­re Sport­ver­ein,
Asche­berg, im Ju­ni 1996

Fritz Schmidt

Co­py­right @ TSV Ger­ma­nia Asche­berg e. V. 

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